Veröffentlichung
13. May 2026
Ecuador: Noboa verhängt 15-tägige nächtliche Ausgangssperre
Verfasst von: Andrea Dip
Neun Provinzen und vier weitere Gemeinden in Ecuador unterliegen seit dem 3. Mai einer weiteren 15-tägigen nächtlichen Ausgangssperre. Während dieser Zeit wollen die Sicherheitskräfte ihren Kampf gegen das organisierte Verbrechen verschärfen, das das Land in einem beispiellosen Ausmaß an Gewalt hält. Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass Präsident Daniel Noboa beschlossen hat, eine Ausgangssperre zwischen 23 und 5 Uhr Ortszeit zu verhängen. Trotz der laut Regierung erzielten guten Ergebnisse im Kampf gegen das organisierte Verbrechen hält die Gewalt an. Kriminelle Gruppen hätten ihre Strategien angepasst, um weiter operieren zu können. So geht es aus dem Dekret hervor, mit dem Noboa die Maßnahme in Kraft setzte.
In Ecuador gab es im Jahr 2025 eine Rekordzahl von 9.269 Tötungsdelikten, bereits im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Land 2.086 Morde. Nach Angaben der Behörden wird die Gewalt durch Streitigkeiten zwischen Anführern der gleichen Banden, die ihre Macht festigen wollen, oder durch Zusammenstöße zwischen rivalisierenden Gruppen verursacht. Mehr zu diesem Thema auf Englisch bei EFE.
Übersetzung: Susanne Brust