Honduras: Juan Orlando Hernández - von Trump begnadigt, Verfahren in Honduras eingestellt

Verfasst von: Susanne Brust

Am 2. September hat ein honduranisches Gericht das Verfahren gegen Ex-Präsident Juan Orlando Hernández (JOH) wegen Betrugs und Geldwäsche eingestellt. Der Politiker des rechtskonservativen Partido Nacional war ursprünglich in den USA wegen Drogenhandels zu 45 Jahren Gefängnis verurteilt, später jedoch von US-Präsident Trump begnadigt worden und keehrte Ende Juli nach Honduras zurück.

Vor einem Gericht in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa musste sich JOH nun einem Prozess wegen Betrugs und Gelwäsche im Zusammenhang mit dem Fall Pandora II stellen. Dabei ging es um die angebliche irreguläre Umleitung von über 10 Millionen Dollar zwischen 2010 und 2013, also noch vor seiner Präsidentschaft (2014 bis 2022). Der Prozess wurde jedoch bereits wenige Tage nach Beginn eingestellt. Schon im Vorfeld hatten Beobachter*innen vor einem Scheinprozess gewarnt. Mit der Einstellung des Verfahrens ist der Weg für Hernandez‘ Rückkehr auf die politische Bühne frei.


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