Veröffentlichung
10. December 2025
Venezuela: USA beschießt Boote
Verfasst von: Ute Löhning
In der Karibik, vor der Küste Venezuelas, beschießen und bombardieren US-Militärs Boote wegen angeblichen Drogenhandels, über 80 Menschen sind dabei bereits um ihr Leben gebracht worden. Wie Jens Kiffmeier in der Frankfurter Rundschau beschreibt, wurde gezielt auf Personen geschossen, die die erste Angriffswelle überlebt hatten. "In Washington ist man wegen der starken wirtschaftlichen Präsenz Chinas in Lateinamerika nervös. China gilt als raumfremde Macht in der Westlichen Hemisphäre", schreibt Herbert Wulf in IPG und geht auf die wirtschaftlichen Hintergründe der Eskalation ein, denn große natürliche Ressourcen in der Region, Sicherheitsinteressen und lukrative Märkte seien vermutlich maßgebend für Trumps Aktionen.
Tobias Lambert analysiert die Eskalation in der Karibik für die Blätter für deutsche und internationale Politik. Eine bevorstehende Invasion Venezuelas hält er für unwahrscheinlich, verweist aber auf US-amerikanische Medienberichten, denen zufolge "die USA aber die Option konkreter Militärschläge innerhalb Venezuelas" vorbereiteten, welche sich "gegen Militäreinrichtungen, hochrangige Regierungsvertreter:innen oder sogar Präsident Nicolás Maduro richten könnten".
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR bzw. CIDH) drückt in einer Erklärung ihre Besorgnis über die tödlichen Operationen gegen zivile Boote aus und ruft die USA dazu auf, internationale Menschenrechtsstandards und
-verpflichtungen einzuhalten.
Redaktion: Ulli Jentsch