Kolumbien: Streichung von USAID-Geldern bremst Aufklärung von Mord und Verschwindenlassen aus

Verfasst von: Ute Löhning

In Kolumbien führt die Streichung von Fördergeldern der US Entwicklungsorganisation USAID konkret dazu, dass die Aufklärung von Mord und Verschwindenlassen ausgebremst wird. Das Beispiel der kolumbianischen Schutthalde "Escombrera" im Stadtteil Comuna 13 am Rande von Medellín zeigt das sehr deutlich. Zwischen 1997 und 2003 führte das Militär in Zusammenarbeit mit paramilitärischen Gruppen hier zahlreiche Operationen durch. Dabei kam es zu etwa 400 Fällen von gewaltsamem Verschwindenlassen; die Leichen dieser Personen werden unter der Schutthalde vermutet. Seit Mitte 2024 liefen hier Ausgrabungen. Im Dezember 2024 wurden die ersten fünf Leichen gefunden, von denen bisher zwei identifiziert werden konnten. Für die weiteren Grabungen fehlen nun wegen der Streichung von USAID Geldern die Mittel. Wir empfehlen euch sehr den Podcast von Tininiska Zanger Montoya, mit Hintergründen zum Thema. Es gibt ihn bei Nachrichtenpool Lateinamerika auf Deutsch und auf Spanisch.


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