53 Jahre nach dem Putsch: Gedenken in Santiago de Chile und Kundgebung in Deutschland

Verfasst von: Ute Löhning

Der September ist in Chile ein Monat voller gewichtiger historischer Jahrestage, die bei vielen Chilen:innen bis heute Erinnerungen und Emotionen aufwühlen: der Wahlsieg des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende (4.9.1970), der Putsch gegen diesen und der Beginn der Diktatur (11.9.1973), das Referendum (4.9.2022), bei dem die Bevölkerung den fortschrittlichen Entwurf einer neuen Verfassung ablehnte. Eine Fotostrecke von Sofía Yanjari und Pablo Sanhueza bei El País vermittelt einen guten Eindruck von der Demonstration, die auch dieses Jahres in Gedenken an die Opfer des Putsches und der Diktatur zum Zentralen Friedhof in Santiago zog. 

Aufklärung des Schicksals der Verschwundenen forderte zum Internationalen Tag gegen das Verschwindenlassen auch eine Kundgebung in Deutschland . Vor dem Wohnhaus des früheren Krankenhausleiters der Colonia Dignidad, Hartmut Hopp , in Krefeld forderten Demonstrierende Aufklärung der Verbrechen jener deutschen Sektensiedlung, darunter sexualisierte Gewalt und Zwangsarbeit von Bewohner:innen der Siedlung, Folter, Mord und Verschwindenlassen von politischen Gefangenen auf dem Gelände während der Diktatur (1973-1990). 


weitere Kurznachrichten

Alle anzeigen