Delcy Rodríguez auf Reisen nach Indien und in die Türkei

Verfasst von: Susanne Brust

Die nach dem US-Angriff auf Venezuela eingesetzte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez besuchte Anfang Juni Indien und die Türkei. Bei Treffen mit Indiens Präsidenten Narendra Modi sowie dessen Außen- und Erdölministern ging es vor allem um die Ausweitung des Erdölexports von Venezuela nach Indien. Venezuela ist darauf angewiesen, seine Exporte auszuweiten, auch um Handelsschulden in Indien zu begleichen. Für Indien bietet Öl aus Venezuela die Möglichkeit, die eigenen Erdölquellen angesichts des Krieges im Iran zu diversifizieren. Weiterhin ging es bei den Treffen unter anderem um Investitionsmöglichkeiten indischer Unternehmen in den Bereichen Bergbau, Rohstoffe, Arzneimittel und Automobilindustrie in Venezuela.

Auf die Rückendeckung von US-Präsident Trump konnte Delcy Rodríguez bei ihrem Besuch mehr als zählen: So war die Reise nach Indien zuerst nicht von der venezolanischen Regierung selbst, sondern von US-Außenminister Marco Rubio angekündigt worden. Rodríguez besuchte auch den US-Botschafter in Indien und erstattete Bericht über die Gespräche vor Ort. Eine weitere Station der Reise war ein Besuch beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.


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