AfD-Frohnmaier erneut in Washington

Verfasst von: Ulli Jentsch

Nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März reiste der Spitzenkandidat der AfD, Markus Frohnmaier, auf eine internationale Konferenz nach Washington DC (USA), anstatt Wahlkampf zuhause zu führen. Diese Entscheidung stößt bei AfD-Mitgliedern zum Teil auf Unverständnis. Hinzu kommt, dass Frohnmaier unter Druck geraten ist, da er offenbar wie viele seiner Parteikolleg*innen Familienmitglieder lukrativ bei anderen AfD-Abgordneten untergebracht hatte: Der Vater von Frohnmaier sei bei der Pforzheimer AfD-Bundestagsabgeordneten Diana Zimmer beschäftigt, so die Berichte.

Dennoch nahm der führende Außenpolitiker der AfD-Bundestagsfraktion an der von Anna Paulina Luna und Turning Point Action organisierten Konferenz Alliance of Sovereign Nations (ASN) vom 4. bis 6. März teil. Dort würden sich, so die republikanische Kongressabgeordnete, „Republikaner aus der ganzen Welt treffen, um eine Allianz zu bilden. Eine Allianz gegen die Davos-Elite, gegen die globalistische Agenda und für Souveränität.“ Angekündigt waren mehr als 85 Repräsentant*innen aus mehr als 35 Ländern. Damit begründet Luna, zusammen mit etlichen anderen republikanischen Abgeordneten, eine Trump-treue und von der MAGA-Bewegung angeführte souveränistische Internationale.

Dieser Schritt folgt den Ideen der aktuellen National Security Strategy von 2025, aber auch Vorschlägen aus der Heritage Foundation, einen nationalistischen Internationalismus anzustreben, wie es Nathan Levine 2025 formulierte:
"What is needed is a new foundation on which to build an alternative international framework that is more favorable to a strategy of putting the American Republic first — one that dispenses with naïve globalism and champions the nation-state while maintaining peace and advancing prosperity. The United States neither can nor must build this new framework alone, however; around the world, many other nations and political parties are also increasingly dissatisfied with the status quo and would welcome a chance to join Washington in such a project. The Trump Administration need not go it alone."

Neben Luna vertrat auch Speaker Mike Johnson die US-amerikanischen Republikaner neben mehreren weiteren Kongressmitgliedern. Internationale Gäste waren Arno Gujon (Serbian Progressive Party), George Simion (AUR, Romania), Barbara Bonte (MEP Vlaams Belang, Belgium), Kilvett Bertrand (National Party of Honduras), Petra Steger (MEP FPÖ, Austria), Anna Rathert (AfD), António Tânger Corrêa (Chega, Portugal), Nikoloz Samkharadze (Georgia), Raul Latorre (Paraguay), Zeljka Cvijanović (SNSD, Bosnia and Herzegovina). Aus Deutschland war ebenfalls eine AfD-Delegation aus dem bayerischen Landtag unter Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner angekündigt.


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