Wieder CDU beim Orbán-nahen MCC

Verfasst von: Ulli Jentsch

Knappe zwei Monate nach dem kurzen Skandal um die Teilnahme von CDU-Politikerin Saskia Ludwig an dem 'MCC Feszt' in Ungarn (wir berichteten kurz in unserem Newsletter #9) bleibt die Attraktivität Ungarns für den rechten Rand der Union scheinbar ungebrochen. Am 24. und 25. September hatte das Mathias Corvinus Collegium (MCC) zu dem 'Summit on the 10th Anniversary of the European Migration Crisis' nach Szeged eingeladen. Die Veranstaltung stand unter dem Titel 'Changing the Discourse, Stopping the Flow, and Saving Europe'. Laut einem Nachbericht bei Hungarian Conservative habe die Konferenz gezeigt, dass die Realität die Richtigkeit der ungarischen Migrationspolitik bewiesen habe.

Zu einem Panel über die europäische 'Migrationskrise' und die Lehren aus dem letzten Jahrzehnt waren die beiden Deutschen Florian Hartleb (Politikwissenschaftler mit Tätgkeiten in Wien und Tallinn) und Manuel Ostermann (CDU, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft) eingeladen. Ostermann, der seit längerem wegen seiner Aussagen zu Flucht, Migration und Kriminalität kritisiert wird, äußerte in einem Interview nach der Konferenz, er halte nichts von einer Brandmauer-Rhetorik und es sei nicht an ihm - "I’m not a politician" - über eine Kooperation der CDU mit der AfD zu befinden. An dem Treffen in Szeged hatte auch die spanische VOX-Politikerin Rocío de Meer Méndez teilgenommen, die in einem Interview bekannte: "I have hope in the Generation Remigration".


Redaktion: Ulli Jentsch

weitere Artikel

Alle anzeigen