Friedensnobelpreis ohne Trump - nach Venezuela

Verfasst von: Ulli Jentsch

Zwar erhielt die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado jüngst den Friedens­nobel­preis. Dabei ist Machado eine zentrale Figur der internationalen Vernetzung rechts-autoritärer Kräfte, und zum Beispiel bei Konferenzen wie der Conservative Political Action Conference (CPAC) regelmäßig vertreten - meist per Video zugeschaltet. Man müsse "kein Freund von Maduro sein, um anzuzweifeln, ob dies für einen Nobelpreis reichen sollte", sagt auch der Venezuela-Kenner und Buchautor Tobias Lambert in nd.

Machado habe "innerhalb des Oppositionslagers jegliche Versuche, den politischen Konflikt und die Krise über einen Dialogprozess anzugehen", torpediert. Dass an dessen Scheitern auch die Regierung ihren Anteil gehabt habe, liege auf der Hand. "Aber Machados Lager machte sich nicht einmal die Mühe, unter Vermittlung international anerkannter Mediatoren wie Norwegen nach Lösungen zu suchen". Und: "Sobald Venezuela 'demokratisch und frei' sei, werde das Land zum 'strategisch wichtigsten US-Verbündeten in der Region', erklärte sie im Juni vor US-Investoren und versprach Geschäfte 'im Umfang von 1,7 Billionen US-Dollar'", so Tobias Lambert. 


Redaktion: Ulli Jentsch

weitere Kurznachrichten

Alle anzeigen