Wahlen in Bolivien

Verfasst von: Ute Löhning

Rodrigo Paz Pereira, Kandidat der Christlich-Demokratischen Partei (PDC), wurde am 19. Oktober mit gut 54 Prozent der Stimmen zum Präsidenten Boliviens gewählt, nachdem er sich in der Stichwahl gegen Jorge Tuto Quiroga, den Vorsitzenden der rechten Koalition Libre, durchgesetzt hatte. Nach dem Niedergang der MAS (Movimiento al Socialismo) und von Evo Morales, der die Partei inzwischen allerdings verlassen hat, setzt sich nun also Paz durch, der als gemäßigter gilt als sein Gegenkandidat Quiroga.
Paz gewann die Präsidentschaft dank Stimmen aus dem linken Lager und aus indigenen Spektren. "Aber sein Programm und seine Bündnisse stehen ganz im Zeichen neoliberaler Politik", sagte Steffen Heinzelmann im Interview bei NPLA. Er setze auf Werte wie Kirche, Familie und Vaterland. Unter dem Motto „Kapitalismus für alle“ plane er Reformen zugunsten von Privatunternehmen, während er gleichzeitig die staatlichen Unternehmen, Sozialprogramme und Subventionen überprüfen möchte.


Redaktion: Ulli Jentsch

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