Veröffentlichung
13. May 2026
Nicaragua: IACHR lenkt Fokus auf kritische Lager indigener Völker und afroamerikanischer Bevölkerungsgruppen
Verfasst von: Andrea Dip
Der Jahresbericht 2025 der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (IACHR) lenkt den Fokus auf die kritische Lage indigener Völker und afroamerikanischer Bevölkerungsgruppen in Nicaragua, die von Gewalt, Verfolgung und Enteignung betroffen sind.
In Nicaragua habe sich ein autoritäres Regime etabliert, in dem die Macht in der Exekutive konzentriert sei, was sich auf das Leben und die Lebensräume indigener und afroamerikanischer Gemeinschaften auswirkt. Zu diesem Ergebnis kommt die Kommission in ihrem jüngsten Jahresbericht, der ein Kapitel der Analyse der Menschenrechtslage in dem mittelamerikanischen Land widmet.
Der Bericht dokumentiert unter anderem die Machtkonzentration, shrinking spaces für zivilgesellschaftliche Organisationen, willkürliche Inhaftierungen, grenzübergreifende Repression und Angriffe auf indigene und afro-nicaraguanische Gemeinschaften. Die IACHR führt aus, dass diese Gruppen unter bewaffneten Angriffen, gezielten Tötungen und der Inhaftierung ihrer Vertreter*innen leiden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es auf Spanisch bei Servindi, den vollständigen Bericht bei der OAS.
Übersetzung: SusanneBrust